Dortmund, 3. November 2011
Liebe Mitglieder des Richard-Wagner-Verbandes Dortmund!
Wir sind bestürzt und traurig, Ihnen mitteilen zu müssen, dass unsere langjährige 1. Vorsitzende, Frau Dr. Sonja Müller-Eisold, am 26. Oktober 2011 plötzlich verstorben ist.
Sie hat ihre Tätigkeit mit großer Hingabe und Leidenschaft erfüllt und hinterlässt eine schmerzliche Lücke. Wir werden ihr ein ehrenvolles Andenken bewahren und die Arbeit für den Richard-Wagner-Verband in ihrem Sinne fortsetzen.
Das von ihr organisierte Klavierkonzert am 10. November 2011 um 18 Uhr im Wohnstift Augustinum, Kirchhörderstraße 101 wollen wir ihr widmen, und wir hoffen, dass viele daran teilnehmen.
Die Trauerfeier findet statt am Montag, 7. November 2011 um 11 Uhr auf dem Bezirksfriedhof Menglinghausen, Menglinghauser Straße 23, 44225 Dortmund.
Die Kontaktadresse der Geschäftsstelle lautet ab sofort:
Richard-Wagner-Verband
e. V., Ortsverband Dortmund
Klaus-Jürgen Hesmert
Vinckestraße 28
58097 Hagen
Tel.: 0 23 31/88 24 76
Vorstand und Beirat des Richard-Wagner-Verbandes Dortmund

"Die Erfolge der letzten 21 Jahre des Richard-Wagner-Verbandes in Dortmund sind ihr Werk. Es war immer ihr Anliegen, Mitglieder zu begeistern, ein aktives Vereinsleben aufzubauen und vor allem sich um junge, aufstrebende Musiker zu kümmern". Mit diesen Worten würdigte Ulrich Andreas Vogt im Rahmen der Trauerfeier die Verdienste von Dr. Sonja Müller-Eisold, die am 27. Oktober 2011 unerwartet und schockierend für ihre Familie und Freunde in ihrem Haus tot aufgefunden wurde. Bis ins hohe Alter sei es für sie selbstverständlich gewesen, "das Erbe Richard Wagners zu pflegen und den Richard-Wagner-Verband Dortmund mit dem notwendigen Engagement und eben – ihrem – Sachverstand zu lenken und aufrecht zu erhalten", betonte der frühere Dortmunder Konzerthaus-Intendant, Geschäftsführer der Servicegesellschaft der Freunde von Bayreuth und langjährige Freund von Sonja Müller-Eisold. Vogt schloss seine Würdigung mit den Worten: "Menschen wie Sonja haben über viele Jahrzehnte das Leben dieser Stadt geprägt. Das wird uns fehlen. Sie wird mir fehlen."
Umrahmt wurde die Trauerfeier mit Musik und Gedichten, "die ihr Freude gemacht hätten", wie es Regina Bollinger ausdrückte, die den Ablauf in der dicht gefüllten Kapelle des Menglinghauser Bezirksfriedhofes im Namen der Familie ausgestaltet und mit eindrücklichen Wegmarken aus dem Leben von Sonja Müller-Eisold versehen hatte. Mit einem Gedicht von Heinz Erhard über das Wirken der Musikkapelle an sich wurde an die Verdienste von Sonja Müller-Eisold als ebenso unbestechlich-sachkundige wie auch warmherzig-einfühlsame Rezensentin erinnert: "Morgen können wir dann lesen, ob es uns gefallen hat."
Rezitiert wurde auch das Gedicht von Eduard Mörike "Der Oktober", eine Reverenz an den Monat, in dem sie starb, wie Regina Bollinger bemerkte: "Lass den Herbst nicht dafür büßen, dass es Winter werden will". Mörike-Gedichte in der Vertonung von Hugo Wolf waren für Sonja Müller-Eisold von früher Kindheit an eine Art Lebensmelodie. So hatte sie noch am 28. September bei der Moderation des Liederabends mit ehemaligen Wagner-Stipendiaten ganz gegen ihre Gewohnheit in einer sehr persönlichen Erinnerung ein Mörike-Gedicht in der Vertonung von Hugo Wolf zitiert, das ihr die Mutter häufig vorgesungen hatte: "Der Feuerreiter", dessen Schicksal sie als Kind erschauern ließ: "Horch! Das Feuerglöcklein gellt: Hinterm Berg, hinterm Berg brennt es in der Mühle."
Sehr würdig und stimmungsvoll gestalteten Prof. Gotthard Popp am Cello und Joanna Przybylska an der Orgel den musikalischen Teil der Trauerfeier – mit Antonio Vivaldis Largo aus der Sonate B-Dur, Johann S. Bach Sarabande aus der Suite C-Moll und Giovanni Battista Sammartini Grave aus der Sonate G-Dur.
Der Klavierabend mit dem israelischen Pianisten Dan Deutsch am 10. November im Wohnstift Augustinum in Dortmund war dem Gedenken an Sonja Müller-Eisold gewidmet. Der kommissarische Vorsitzende des Richard-Wagner-Verbandes, Benedikt Koester, bezeichnete es jetzt als "Hauptziel" des Verbandes, ihrer zu gedenken und ihre Vision, ihre Vorstellung vom Wagner-Jubiläumsjahr 2013 in die Tat umzusetzen.
Auch der Komponist Stephan Heucke versprach: "Wir werden unser Bestes tun, Wagners 200. Jubiläumsjahr in ihrem Sinne zu gestalten." Als Abschiedsgruß hatte Heucke eigens für Sonja Müller-Eisold den Text aus einem Kirchenlied vertont: "Freue Dich sehr, oh meine Seele, vergiss all meine Not und Qual …. Aus Trübsal und großem Leid sollst Du fahren in die Fröhlichkeit." Kurzfristig hatte Dan Deutsch diese musikalische Hommage an die langjährige Vorsitzende des Dortmunder Richard-Wagner-Verbandes einstudiert und dem Publikum im gut gefüllten Konzertsaal des Augustinums vorgetragen.
... beim Richard-Wagner-Verband e. V., Ortsverband Dortmund.
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